Kenntnisse über die Ventilinstallation

In Fluidsystemen dienen Ventile zur Steuerung von Richtung, Druck und Durchfluss des Fluids. Die Qualität der Ventilinstallation hat während der Bauphase direkten Einfluss auf den späteren reibungslosen Betrieb und muss daher von Bau- und Produktionsunternehmen höchste Priorität erhalten.

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Das Ventil ist gemäß der Bedienungsanleitung und den geltenden Vorschriften zu installieren. Während der Montage sind sorgfältige Prüfungen und Installationsarbeiten durchzuführen. Vor der Installation muss die Druckprüfung erfolgreich abgeschlossen sein. Es ist sorgfältig zu prüfen, ob Spezifikation und Modell des Ventils mit der Zeichnung übereinstimmen, ob alle Teile des Ventils in einwandfreiem Zustand sind, ob sich das Ventil frei drehen lässt und ob die Dichtflächen beschädigt sind. Erst nach Bestätigung dieser Punkte kann die Installation erfolgen.

Bei der Installation des Ventils sollte der Betätigungsmechanismus etwa 1,2 m vom Bedienboden entfernt sein und bündig mit der Brust abschließen. Beträgt der Abstand zwischen Ventilmitte und Handrad mehr als 1,8 m vom Bedienboden, ist für Ventile und Sicherheitsventile mit häufiger Bedienung eine Bedienplattform erforderlich. Bei Rohrleitungen mit vielen Ventilen sollten diese zur einfacheren Bedienung möglichst auf der Plattform konzentriert werden.

Bei einzelnen Ventilen mit einer Höhe von über 1,8 m und seltener Betätigung können Hilfsmittel wie Kettenrad, Verlängerungsstange, fahrbare Plattform und fahrbare Leiter eingesetzt werden. Ist das Ventil unterhalb der Bedienoberfläche installiert, muss die Verlängerungsstange angebracht und das Bodenventil mit dem Erdschacht verbunden werden. Aus Sicherheitsgründen muss der Erdschacht verschlossen werden.

Bei Ventilspindeln horizontaler Rohrleitungen ist eine vertikale Montage nach oben vorzuziehen. Eine nach unten gerichtete Montage erschwert die Bedienung und Wartung und begünstigt Korrosion. Um Bedienungsschwierigkeiten zu vermeiden, darf das Absperrventil nicht schräg montiert werden.

Die Ventile in der parallel verlaufenden Rohrleitung müssen ausreichend Platz für Bedienung, Wartung und Demontage bieten. Der lichte Abstand zwischen den Handrädern muss mindestens 100 mm betragen. Bei geringem Rohrleitungsabstand müssen die Ventile versetzt angeordnet werden.

Bei Ventilen mit großer Öffnungskraft, geringer Festigkeit, hoher Sprödigkeit und hohem Gewicht muss vor der Installation ein Ventilstützventil eingestellt werden, um die Anlaufspannung zu reduzieren.

Bei der Montage des Ventils sind für die dem Ventil nahen Rohre Rohrzangen zu verwenden, für das Ventil selbst hingegen normale Schraubenschlüssel. Während der Montage muss das Ventil halb geschlossen sein, um ein Verdrehen und Verformen zu verhindern.

Die korrekte Installation des Ventils erfordert, dass die innere Struktur der Strömungsrichtung des Mediums entspricht und die Installationsform den speziellen Anforderungen und Betriebsanforderungen der Ventilkonstruktion genügt. Bei Ventilen mit bestimmten Durchflussanforderungen ist die Installation gemäß den Anforderungen der Prozessleitung zu beachten. Die Anordnung des Ventils muss übersichtlich und sachgerecht sein und dem Bediener einen einfachen Zugang ermöglichen. Bei Ventilen mit Hubspindel ist ausreichend Platz für den Betrieb vorzusehen, und die Ventilspindeln aller Ventile sind möglichst weit oben und senkrecht zur Rohrleitung zu montieren.


Veröffentlichungsdatum: 19. Oktober 2019